Mein November 15 Update

Für mich beginnt ein neuer Lebensabschnitt, ich studiere Betriebswirtschaftslehre (BWL) an der Freien Universität Berlin. Nach meiner Ausbildung wollte ich nicht mehr im IT-Bereich tätig sein und brauchte eine längere Pause. Im Anschluss habe ich mich mit dem Thema Sektenvertrieb beschäftigt und versucht zu verstehen, wie dieser funktioniert. Mitte Mai habe ich angefangen als Aushilfe in einen Themenpark, rund um das Thema Film und Fernsehen, zu arbeiten. Dort habe ich einen großen Einblick über einen mittleren  Freizeitbetrieb erhalten. Mit meinem Studium möchte die Weichen für meine berufliche Zukunft stellen und versuchen mein Leben aufzubauen.

Es fällt jemand von der Brücke

Am ersten Tag meiner Arbeitslosigkeit und nach meiner Prüfung,war ich unterwegs in Berlin zu einem Versicherungsbüro (Sektenvertrieb), welches mich als eigenständiger Verkäufer werben wollte.

Ich war eine Stunde früher vor Ort, was mir zum Verhängnis werden sollte. Eine S Bahn Station bin ich früher ausgestiegen und wollte den Rest laufen, auf dem Weg vom S Bahn in Wohngebiet musste ich über eine Brücke gehen. Auf der anderen Seite des Geländers der Brücke hing ein Mann welcher sich in die Tiefe stürzen wollte. Erst habe ich dies nicht für voll genommen und bin weiter gegangen, da ich davon ausgegangen bin das er ein Jumper ist und sich abrollen möchte. Nach 20 bis 30 Metern wurde ich von einem Passanten angesprochen, welcher mich fragte ob ich die Polizei gerufen habe? An dieser Stelle habe ich realisiert, das der Mann sich bewusst in die Tiefe stürzen wollte und in Gefahr ist. Zum Glück hatten andere Passanten die Polizei gerufen, welche innerhalb von 2 Minuten mit stillem Alarm vor Ort war.

Beim Eintreffen der Polizei verlor der Mann das Gleichgewicht, fiel zirka acht Meter in die Tiefe. Die Polizisten brachten sofort einen Großeinsatz in Gang. Nach diesem Vorfall habe ich mir ein paar Fragen zu diesem Vorfall gestellt. Helfe ich überhaupt jemanden, wenn ich diesen an einem Selbstmord hindere? Ist dem Mann bewusst, was er mit dem Versuch des Selbstmordes, bei anderen physische Probleme auslöst. Ich denke das jeder für sich entscheiden sollte, wie er mit der Situation umgehen möchte und man die Frage nicht pauschal beantworten kann.

Sektenvertrieb (Versicherungsbüro)

Bei den meisten Vertriebsorganisationen verkauft man Versicherungs- und Finanzprodukte an Andere. Zu erst soll man am besten die Produkte an seine Freunde und Verwandte verkaufen, später an Fremde. Das Verhältnis zu Verwandten kann durch den Verkauf von Produkten jeglicher Art gestört werden. Es werden gerne sehr junge Menschen (vorzüglich männlich) von den Universitäten geworben, welche sich eine bessere Zukunft aufbauen wollen. Die Provisionenmodelle von den Unternehmen sind sehr unterschiedlich.

Am Ende steckt man viel mehr Zeit in den Verkauf, als man an einer Kasse im Supermarkt verdient hätte. Ich habe für mich persönlich gelernt, das ich jedes Finanzprodukt unter die Lupe nehme.

Die Köpfe der jungen Menschen werden so stark gewaschen, dass teilweise der Freundeskreis nur aus Freunden von Versicherungsbüro besteht. So bald man austritt, sind die Freunde weg und man ist allein auf der Welt. Ein Artikel von ARD (Das Erste) hat die Arbeit von Maklern (besonders von Versicherungsmaklern) auf den Punkt gebracht.

Arbeit in einem Themenpark

Mein Kollege der IgelNach meiner Zeit in dem Sektenvertrieb habe ich bei meinem altem Schülerjob wieder angefangen und mich nach oben gearbeitet. Ein Traum wurde war, ich durfte die Showaufsicht von bis zu vier Shows an einem Tag übernehmen. Neben der Arbeit habe ich persönlich viel im Umgang mit anderen Menschen gelernt. Oft nehme ich kein Blatt vor dem Mund und musste mir dies abgewöhnen. Viele Menschen vertragen die Wahrheit nicht und möchten diese nicht hören. Für mich selber habe ich heraus gefunden, dass man sich nicht am örtlichen Lästern nicht beteiligt und die Kollegen einfach in Ruhe lässt. An dieser Stelle möchte ich weiter lernen mich mit sehr vielen Menschen zu verstehen und ein Gentlemen zu werden.

Mein Lieblingsarbeitskollege ist Herr Igel, welcher immer lieb und artig im Käfig ist. Meine Aufgaben als Showaufsicht, waren sehr verschiedenen und teilweise musste ich über mich hinauswachsen. Im Beitragsbild sieht man meine Sicht auf die Musketiershow im Themenpark.

In die operative Führung eines Freizeitparks / Themenparks konnte ich einen kleinen Einblick gewinnen, welcher mir in meinem jetzigen Studium weiterhelfen wird. In einem Park hat man ein halbes Jahr Zeit den Gewinn für ein ganzes Jahr einzufahren, in der restlichen Zeit muss der Park dennoch unterhalten werden und Stammpersonal bezahlt werden. Viele Parkbesucher sind sich dieser Tatsache nicht bewusst und hinterfragen gerne warum die Eintrittskarten teuer sind. Wenn man bedenkt das eine Eintrittskarte 21 Euro kostet und man dies im Vergleich zu anderen Attraktionen setzt, muss ich sagen das der Eintrittspreis sehr günstig ist.

Studium

Eine volle VorlesungMein ganzes Leben könnte ich nicht als „kleiner Angestellter“ in einem Themenpark verbringen. Damit ich später vielleicht einmal in eine Chefetage komme oder höhere Aufgaben übernehmen kann, studiere ich Betriebswirtschaftlehre. Seit einer längeren Zeit beschäftige ich mit dem Thema der Minimalisierung von Arbeit (Zeit) und einer Erhöhung der Lebensqualität. Durch die frei werdenen Zeit kann man zum bei Beispiel mehr Sport machen und gesünder Leben. Durch die zunehmenden Vernetzung der Welt kann man zum Beispiel von vielen Orten der Welt aus arbeiten und ein Onlinegeschäft betreiben. Es wird oft von digitalen Nomaden gesprochen, welche während Sie reisen ein Onlinegeschäft aufbauen. Tim Ferries hat ein Buch zu diesem Thema geschrieben, welches sehr schnell ein Bestseller wurde. Er ist der Meinung das man innerhalb von einer kurzen Zeit ein großes Unternehmen aufbauen kann, welches wenig Lebenszeit kostet. Auch ich möchte dies in naher Zukunft versuchen. Hierzu habe ich angefangen am Funpreneur teilzunehmen in dem Datenschutz Cases für RFID Karten verkaufen möchte. Die Cases möchte ich aus China importieren und mit meinem Logo versehen, über eine eigene Webseite sollen diese verkauft werden.

Die ersten Tage an der Universität sind vergangen, ich habe die ersten Vorlesungen besucht und werde mit sehr vielen Informationen überhäuft. Die erste Vorlesung ist gegen 8:15 Uhr gestartet und wie in der Erzählung von anderen Studenten war Hörsaal übervoll. Die Materialien und Informationen zu den Veranstaltungen online verteilt, ein Studium ohne Internet ist nicht möglich.

Zwischen den einzelnen Vorlesungen kann man teilweise viele Freistunden haben, welches es sinnvoll zu nutzen gilt. Über das ganze Unigelände sind Bibliotheken und PC Pools verteilt, so dass man seine Arbeit ohne lange Wege erledigen kann. Die Tage in der Uni können sehr lang werden, zum Beispiel bin ich an einem Tag in der Uni von 8 bis 22 Uhr. Jeder Arbeitnehmer würde ich Hände über den Kopf zusammenschlagen und streiken doch für einen Wettbewerb mit extra Punkte für mein Studium nehme ich gerne die langen Tage in Kauf.

Funpreneur

Von Profund Innovation (Freie Universität Berlin) wird der Wettbewerb Funpreneur ausgerichtet. Der Wettbewerb richtet sich an Studenten, welche mit fünf Euro ein StartUp gründen sollen. Selbst verständlich ist es kaum möglich mit fünf Euro ein Unternehmen zu gründen, weiteres Geld soll über Sponsoren gewonnen werden. Der Zeitraum für die gesamte Gründung beträgt auch nur fünf Wochen, was das ganze ein wenig schwierig macht.

In der Zwischenzeit haben wir festgestellt, das es doch wohl nicht so günstig war, unsere Produkte aus China zu beziehen. Der Zeitraum, bis das Produkt zu Verfügung steht ist einfach viel zu lang den Wettbewerb. Die kleinste Abnahmemenge für Produktionschargen aus China ist von Produkt zu Produkt sehr unterschiedlich und hängt stark von dem Vertragspartner ab.

Wer möchte kann sich mein Funpreneur-Projekt auf der Webseite (RFID TRESOR), bei Facebook (RFID TRESOR) anschauen oder über Profund Innovation informieren.

Altlasten

Neben der Ausbildung habe ich mich mit dem Aufbau von Nischenseiten beschäftigt und für teilweise am Abend mich sehr oft mit dem Management von Webseiten beschäftigt. Ich wollte immer einwenig Geld für meine nächste Geschäftsidee verdienen, dadurch habe ich mich zu wenig auf meine Ausbildung konzentriert. Nach dem Ende meiner Ausbildung habe ich damit erstmal aufgehört und alle Projekte überprüft auf Nutzen und Wirtschaftlichkeit am Ende sind mein Blog und zwei Nischenseiten übrig geblieben,sowie drei Projektdomains für zukünftige Projekte.

Einmal habe ich eine Nischenseite bei Ebay für 80 Euro gekauft und betreibe diese. Über 51€ bekam innerhalb eines Jahre zurück, jedoch muss ich im Jahr ca. 20 Euro für Hosting der Seite ausgeben. Dafür das ich die Webseite kaum pflege ist dies ein sehr gutes Ergebnis.

Dennoch sind sehr viele Projekte an meiner Überarbeitung und Stress gescheitert, weshalb ich zur Zeit immer nur ein Projekt bearbeite und zum laufen bringen. So bald das Projekt erfolgreich gestartet ist überlege ich mir sehr stark was ich als neues Projekt anfange.

Mein Ziel und Fazit

Ohne Geld kann man schlecht ein Unternehmen gründen, da man viele Dinge bezahlen muss und sich selber unterhalten muss. Ab zirka 20000 Euro Kapital kann man meiner Meinung nach ein Unternehmen gründen. Allerdings sollte man bei der Wahl der Branche aufpassen, so dass man keine Fehler macht. Auch wenn ich nicht stolz auf meine Ausbildung bin und der Meinung bin das man den Ausbildungsberuf verbieten sollte, öffnet mir das Zeugnis teilweise einige Türen.

In Zukunft möchte ich eine Dachgeschosswohnung mit einer größeren Dachterrasse bewohnen. Dieses Ziel kann ich nur erreichen, wenn ich in meiner beruflichen Laufbahn erfolgreich bin. Erfolg bedeutet aber nicht gleich viel Geld zu verdienen, sondern vielmehr glücklich seine Arbeit zu erledigen.