Wie entferne ich schwierige Flecken richtig?

Schmutz- oder Obstflecken, Fettflecken oder andere schwer zu entfernende Flecken sollten möglichst schnell frisch Vorbehandelt und zügig entfernt werden. Denn wenn Fruchtsaft, Tomatensoße oder Schmutz erst einwirken konnten und sogar schon getrocknet sind, lassen Sie sich schwer wieder entfernen.

Flecken jeder Art sind ein Ärgernis

Oft entdeckt man Flecken erst nach dem Waschgang, wenn es schon fast zu spät ist, weil die Reste ohne Vorbehandlung danach erst richtig festsitzen. Aus der Waschmaschine genommen nach dem Waschen erst in Augenschein getretene Tomaten,- Blut-, Kirsch- oder Erbeer-Flecken sind sehr schlecht zu entfernen. Manchmal sind die Kleidungsstücke leider nicht mehr zu retten.

Folgende Tipps & Tricks können helfen, üblen Fleckenteufeln auf den Schmutz-Pelz zu rücken.

Obstflecken mit natürlichen roten Farbstoffen

Obstflecken, vor allem die dunklen, gehen ohne Vorbehandlung mit einem normalen Waschgang schlecht raus. Mit folgenden Tipps habe ich gute Erfahrungen gemacht:

Der Trick mit der Säure Vorbehandlung: Obstflecken mit Zitronensaft oder Essig vor dem Waschen behandeln. Die Säure knackt die Gerbsäure und löst pflanzliche Farbstoffe im Obstfleck und er geht danach beim Waschen besser raus.

Rote und dunkle Obstflecken z.B. von Kirschen oder Holunderbeeren lassen sich gut mit klarem Wasser behandeln. Die Vorbehandlung mit Wasser ist schonender als die sofortige Behandlung mit Säure. Das Wäschestück mit dem Fleck sofort mit Kaltwasser einweichen. Das geht zum Beispiel gut, indem das fleckige Wäschestück in einer Schüssel oder einem Waschbecken mit kaltem Wasser eingelegt wird. Nach einiger Zeit löst sich der Fleck – ansonsten wie oben beschrieben mit Zitronensaft erneut behandeln.

Obstflecken und hartnäckige Flecken gehen meist nur mit der kleinen Chemiekeule raus: Aktivsauerstoff-Reiniger oder in der Werbung oft „Oxi“ genannt. Die betroffene Stelle mit einem OXI-Cleaner (egal welches Fabrikat) vorbehandeln und 2 bis 3 Stunden einweichen lassen. Danach dann ganz normal mit der Wäsche mitwaschen.

Sofort Anti-Flecken-Tipp für Unterwegs:

Einfach sofort etwas Spucke direkt auf den Fleck geben. Durch die Enzyme im Speichel setzen sich die Farbpartikel nicht in den Faser fest. Falls ein Schatten zurück bleibt oder der Fleck nach dem Waschen noch sichtbar ist, kann man das betroffene Kleidungsstück im zweiten Schritt für mindestens 2 Stunden starker Sonneneinstrahlung aussetzen. Die UV-Strahlung bleicht die unfixierten Farbstoffe im Fleck aus. Mit ein bisschen Glück ist danach nix mehr vom Fleck zu sehen.

Harrys „Besserwisser“ Flecken-Tipp:

„Ich habe festgestellt, dass die Flecken deutlich besser rausgehen, wenn man sie zuerst ordentlich mit Gallseife behandelt und dann in die 60°C-Wäsche steckt, statt sie bei 30°C oder 40°C zu waschen. Voraussetzung ist, dass die betroffenen Wäschestücken diese Waschtemperatur auch laut Wäschezeichen vertragen. Manchmal hilft Gallseife auch bei Flecken, die schon einmal mit gewaschen worden.
Blutflecken entfernen: Tipps & Tricks
Es ist oft sehr ärgerlich: Blutflecken in der Kleidung – sie zu entfernen ist eine größere Aktion, wenn sie nicht sofort mit kaltem Wasser ausgewaschen werden können, schon getrocknet oder bereits festgewaschen sind. Insbesondere Frauen haben häufiger mit Blutflecken im Höschen zu tun.

Blutflecken sind hartnäckig: Ein paar Tipps

Es ist oft sehr ärgerlich: Blutflecken in der Kleidung – sie zu entfernen ist eine größere Aktion, wenn sie nicht sofort mit kaltem Wasser ausgewaschen werden können, schon getrocknet oder bereits festgewaschen sind. Insbesondere Frauen haben häufiger mit Blutflecken im Höschen zu tun. Schweißflecken können Kleidungsstücke echt verunstalten und es sieht für den Betrachter an den Stellen Achsel, Rücken, Brust oder im Intimbereich immer irgendwie schmuddelig aus – auch wenn es nur Schweißflecken sind (Schweißflecken, s. u.).

Gegen Blutflecken gibt es aber ganz viele Tipps und Tricks:

  • Erstbehandlung: Kaltes Wasser:
    Altbekannt und doch immer wieder falsch gemacht – den frischen Blutfleck einfach in kaltem, klaren Wasser einweichen. Bloß KEIN WARMES Wasser verwenden, weil dann das Eiweiß im Blut reagiert und der Fleck sich fürm immer verewigt. Also: Kaltes Wasser, Wäschestück einweichen, bissel an der betroffenen Stelle Stoff an Stoff reiben und dann auswringen. Anschließend kann in einer zweiten Phase der Fleck mit haushaltsüblichem Backpulver bedeckt werden. Das Backpulver saugt die restlichen Blutbestandteile auf. Danach wie gewohnt waschen.
  • Aspirin als Fleckenentferner:
    Aspirin ist ein frei erhältliches Schmerzmittel, dessen Wirkung hauptsächlich auf Blutverdünnung basiert. Deshalb ist Aspirin das beste Fleckenmittel gegen Blut. Einfach eine Aspirin-Sprudeltablette in ein wenig kaltem Wasser auflösen. Anschließend wird der Blutfleck mit der Lösung betupft. Ist der Blutfleck großflächig, kann die verunreinigte Kleidungsstück in Aspirinwasser eingeweicht werden. Dazu braucht man natürlich entsprechend mehrere Aspirin-Tabletten mit etwas mehr Wasser. Wie von Zauberhand verschwinden die Blutflecken schon während der Behandlung. Eine spezielle Anwendung: Blutflecke auf dem Teppich können mit der Aspirin-Lösung betupft werden und hinterher nochmal mit kaltem, klarem Wasser und Schwamm nachwischen.
  • Wasserstoffperoxid als Fleckenmittel:
    Eine weitere Möglichkeit ist die Benutzung von Wasserstoffperoxid (H2O2, 3%ige Lösung). Das hat zwar nicht jeder immer im Schrank, aber in der Apotheke um die Ecke bekommt man kleine Flaschen mit Sauerstoffperoxid für ein paar Euro. H2O2 3% am besten mit einer Pipette auf die betroffene Stelle träufeln, etwas einwirken lassen und dann garnz normal waschen. Wasserstoff-Peroxid hat, wie sein Name schon vermuten lässt, ein Sauerstoffteilchen mehr und löst daher das Blut leichter und besser.
  • Wasch-Soda gegen leichte Blutflecken:
    Kleine oder leichte Bluttflecken können vor dem Waschen schon ein erster Schritt zur Fleckenentfernung sein. Dazu einfach die Wäsche in kaltem Sodawasser einweichen. Soda ist ein vielseitiges, handelsübliches Haushaltsmittel, das man in jeder Drogerie als 500 Gramm Beutel bekommt.
    Schweißflecken entfernen mit Essig, Soda oder Zitrone

Fitness, Sport und Hitze: Schweißflecken?

Manchmal hat das Lieblings-T-Shirt oder -Rock arge Schweißflecken. Folgende Tricks helfen, die Kleidung vom Schweigeruch oder von Schweißflecken zu befreien.

Schweißflecken: Essig, Soda oder Citrus helfen

  • Essig:
    Gegen die ekelhaften Ränder durch Schweiß hilft Essigsäure: Dazu einfach den Essig unverdünnt auf den Schweißfleck gießen und über Nacht einwirken lassen. Anschließend kann die Wäsche wie gewohnt mitgewaschen werden.
  • Soda:
    Schweißflecken in der Kleidung können auch mit Soda behandelt und entfernt werden. Dazu die Kleidungsstücke zunächst in einer Sodabrühe einweichen. Danach in der Maschine waschen und selbst die alten Schweißflecken verschwinden damit.

Schweißgeruch in der Wäsche

Essigessenz gegen Schweißgeruch:
Hier ist Vorsicht geboten bei Kleidung mit empfindlichen Farben. Der fiese Schweißgeruch in Klamotten, kann ganz die Wäsche vorher einfach mit Essigessenz eingeweicht werden, um sie anschließend in die Waschmaschine zu stopfen. Wer den etwas unangenehmen Geruch der Essigessenz nicht mag, kann stattdessen konzentrierten Zitronensaft, also Citrusessenz nehmen. Sehr stark riechende oder stinkende Kleidungsstücken wieder einfach klassisch darin einweichen und danach ab in die Waschmaschine.

Riecht die Kleidung nur ein wenig nach Schweiß, kann die Citrusessenz auch direkt als Fleckenlöser zum Waschgang in die Waschmaschine als Ergänzung zum Waschmittel/Weichspüler gegeben werden. Das schützt gleichzeitig noch vor Verkalkung der Bauteile in der Waschmaschine, weil die Säure gegen den Kalk wirkt.

Fettflecken:
Zuerst reibt man mit Spülmittel den Fleck richtig ein! Tipp, um Fettflecken aus Kleidern zu entfernen, ohne sie gleich zu waschen: Etwas Körperpuder auf die von Fett betroffenen Stellen geben und über Nacht liegen lassen. Am nächsten Tag den Puder ausbürsten. Bei dunkler Kleidung eventuell nach dem Ausbürsten mit einem feuchten Tuch drübergehen.
In 90% der Fälle ist der Fleck verschwunden und die Kleidung muss nicht gewaschen werden.
Fettflecken aus der Küche auf Kleidungsstücken mit Schmierseife (nicht flüssige) betupfen, etwas einweichen lassen und wie gewohnt waschen